Eine badisch-migrantische Drei-Cent-Oper… oder Theater, wie es sein soll

Nachdem der letzte Theaterbesuch schon wieder länger her war, musste mal wieder für kulturellen Nachschub gesorgt werden. Die Wahl fiel auf das Stück „Eine badisch-migrantische Drei-Cent-Oper“ im Sandkorn-Theater Karlsruhe, nicht zuletzt, weil ich einige der Darsteller kannte. Also ab ins Theater!

Zum Stück: neben einigen Klischees (ich liebe Klischees! :D) werden auf eine fantastische, tolle Weise mit Live-Musik die Themen Liebe, Armut und Verrat vermittelt. Es geht hauptsächlich um das Leben eines Kriminellen, der viele inszenierte Ehen führt. Doch als er mit der Tochter der „Konkurrenz“ etwas anfängt, fängt es an spannend zu werden…

Kleine Anekdote nebenbei: Ich weiß nicht, wie oft der Hauptdarsteller, der von allen Pro- und Antagonisten ehrfürchtig „Der Chef“ genannt wird, seine Sätze zu seinen Angebeteten mit „Mein Mäuschen, mein Täubchen (…)“ beginnt – einer von vielen genialen Gags! Auch die schauspielerische Leistung war umwerfend gut, alle Schauspieler waren wirklich in ihren Rollen und konnten so gut mit ihrer Körpersprache umgehen, dass ich wirklich den Hut ziehe. Chapeau! 😉

Das Stück läuft noch bis Mitte März im Sandkorn-Theater in Karlsruhe. Schaut es euch an, wenn ihr Interesse an einem schönen, kulturellen Abend habt.

Und, Mädels (ich liebe Klischees, schon vergessen? ;)):

„Was zieht im Theater? Was den Frauen gefällt. Was gefällt den Frauen? Was von ihrer Sache handelt. Was ist ihre Sache? Was sie Liebe nennen.“
Hermann Bahr

 

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