Anderssein, PEGIDA und falsche Einschätzungen

Manchmal muss man sich doch die Frage stellen: was ist eigentlich anders? Was definieren Menschen als anders? Und vor allem: wieso irren wir hoch-entwickelten, voll mit psychologischem und manchmal auch religiösem Halbwissen uns überhaupt noch in anderen Menschen?

Natürlich hat jeder Mensch in Schönheits- und Idealvorstellungen seine eigene Meinung, manche wollen diese Vorstellungen anderen sogar wie einen Stempel aufdrücken, weil sie von ihren eigenen Vorstellungen so überzeugt sind. Doch dürfen wir überhaupt anderen Menschen vorschreiben, wie sie sich zu verhalten haben, wie sie sich entwickeln sollen, was sie anziehen sollen?

Anti-PEGIDA-Graffitis
Anti-PEGIDA-Graffitis am Leopoldsplatz

Insbesondere die PEGIDA-Bewegung stimmt mich nachdenklich, ich bin auch kein Fan von dieser Bewegung, wenn man das so überhaupt bezeichnen kann. Es ist schön zu sehen, dass sich viele Menschen in Deutschland sehr schnell dagegen ausgesprochen haben – das schafft Vertrauen, dass Verbrechen der Vergangenheit sich auch in Zukunft nicht wiederholen werden und Deutschland aus seinen Fehlern gelernt hat. Auch wenn ich nicht verstehe, wieso es nötig ist, dafür Graffitis in der ganzen Stadt zu verteilen – vermutlich eher der Spaß am Vandalismus (vgl. Bild).

Nicht nur bei PEGIDA, auch bei Menschen wie dir und mir sind Fehleinschätzungen an der Tagesordnung. Wir alle stecken Menschen in Schubladen, unterbewusst oder bewusst.Wir alle irren – und das ist auch gut so. Denn nur aus Fehlern und Fehleinschätzungen kann man auch wirklich etwas lernen.

Doch dabei muss sich jeder selbst an die Nase fassen. Alle zusammen können wir die Welt zu einem besseren Platz machen – mit allen, für alle.