Was du gibst, bekommst du auch zurück

Gestern war ich joggen, mein Rückweg führte über die Sinzheimer Straße in Baden-Baden Oos. Vollkommen in Gedanken dahinlaufend merke ich plötzlich, dass ein Mann auf dem anderen Bürgersteig rechts von mir nach vorne sprintet. „Was macht der da?!“ frage ich mich im ersten Moment, bis ich nach vorne schaue.

Ein Bus der Linie 201 fährt uns beiden entgegen. Da an der Haltestelle Sinzheimer Straße kein Fahrgast wartet, fährt der Busfahrer die Haltebucht nicht an. Der Mann hat inzwischen die Straßenseite gewechselt und geht langsam weiter, wohl in der Annahme, dass er jetzt auf den nächsten Bus warten muss. Ich laufe weiter. Eine ganz normale, alltägliche Situation.

 

Doch plötzlich hält der Bus an. Die vordere Tür öffnet sich und ein Lächeln geht über mindestens drei Gesichter – meins, das des Fahrgastes und des Busfahrers.

Für mich war dieses Erlebnis gestern (wieder mal) eine kleine Erleuchtung und Erinnerung. Der Busfahrer hätte weiterfahren können und dürfen – er hat aber trotzdem ein Auge zugedrückt und so dem Mann weitergeholfen.

Ich finde es toll, wenn man im Alltag so etwas mitbekommt. Und vor allem, wenn sich Menschen für andere Menschen einsetzen, ganz egal, ob im Alltag, im Ehrenamt, im Berufsleben und so weiter. Das machen (meiner Meinung nach) viel zu wenige. Und wenn es nur das Aufhalten der Tür ist.

Für mehr Freundlichkeit und Respekt im Alltag!